Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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ch06.09.2011 Fan-Feuerwerk: Polizei fordert Spielabbrüche

Wie sollen die Klubs auf «zündelnde» Chaoten reagieren? Die Forderung des Luzerner Polizeikommandanten ist unmissverständlich.

FC Luzern gegen FC Zürich: für Sportfans ein Kracher – für die Luzerner Polizei ebenfalls. Das Spiel vom Samstag ist ein Hochrisikospiel. Die FCZ-Fans gelten als ebenso heissblütig wie die Luzerner. Gut möglich, dass in der swissporarena wieder verbotene Fackeln gezündet werden.

Die Luzerner Polizei hat zu solchen Feuerwerksaktionen – auch die Luzerner Fans brannten im Spiel gegen Basel Pyros ab – eine klare Haltung. «Fackeln sind laut Sprengstoffgesetz verboten. Also müssen wir verhindern, dass solche gezündet werden», sagt Beat Hensler, Kommandant der Luzerner Polizei. Um solches in den Stadien künftig zu verhindern, schlägt er eine unpopuläre Massnahme vor: Hensler will, dass Spiele mit orchestrierten Pyro-Darbietungen abgebrochen werden, mit einer entsprechenden Forfait-Niederlage für das Team der «zündelnden» Supporter.
FCL baut Gäste-Eingang um

Der FCL trifft nun vorerst bauliche Massnahmen, um Pyros zumindest im Gästesektor zu minimieren. «Beim Gästesektor werden Gitter montiert, die verhindern, dass Pyromaterial hineingeworfen wird», sagt Reto Mattmann, Stadionmanager der swissporarena, auf Anfrage. Und: «Fackeln sind das einzige Problem, das wir mit unseren eigenen Fans haben.» Im Letzigrund in Zürich ist es kürzlich zu massiven Ausschreitungen gekommen, als Feuerwerkszeug an einem Eingang sichergestellt wurde.


Roger Rüegger
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