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de18.10.2011 Pyrotechnik-Fan zu hoher Geldstrafe verurteilt

Weil er schon zum zweiten Mal gegen das Sprengstoffgesetz verstoßen hat, soll ein 22-jähriger Wolfsburger 3200 Euro Geldstrafe zahlen.

Der Mann aus Westhagen war im Mai vergangenen Jahres schon einmal mit einer geringen Geldstrafe aus dem Gericht gegangen. Damals hatte er mit in Deutschland nicht zugelassenen Böllern hantiert und einen Schlagring besessen. Nur drei Monate später zündete er auf einem Feld bei Königslutter einen in Deutschland nicht zugelassenen osteuropäischen Böller. Die Explosion war gewaltig und riss einen Krater in das Erdreich. Im Februar 2011 durchsuchte die Polizei seine Wohnung. Sie stieß auf zwei weitere illegale Feuerwerkskörper, eine Signalpistole und Knallpatronen.

In der Verhandlung am Amtsgericht Wolfsburg sagte der 22-Jährige am Dienstag, er hätte vorgehabt, die Böller an Silvester zu zünden. Im Sommer habe er deshalb einen der Feuerwerkskörper auf dem Feld getestet. "Dann dachte ich, dass man so etwas nicht in der Stadt zünden kann", sagte er. "Das war auch relativ vernünftig", bemerkte der Staatsanwalt.

Dessen Antrag folgend, verurteilte die Richterin den Angeklagten zu 80 Tagessätzen à 40 Euro. Die Sprengkörper, die Waffe und die Munition hätte er nur mit Genehmigung besitzen dürfen, verdeutlichte sie dem ziemlich unbeeindruckten Wolfsburger nochmals. Und: "Beim nächsten Mal wird höchstwahrscheinlich keine Geldstrafe mehr rauskommen. Überlegen Sie, ob es das wert ist."


Stephanie Knostmann
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