Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de05.11.2011 Festnahme wegen Pyrotechnik nach Hinweis von 96-Fans

Für einen „Feuerteufel“ aus dem 96-Anhang endete der Ausflug zum Fußballplatz am Freitag vor dem Haftrichter.

Der Mann war während des Europa-League-Spiels festgenommen worden, nachdem er einen Feuerwerkskörper von einem höheren Zuschauerrang nach unten geworfen hatte. Dies bestätigte der 96-Fanbeauftragte Frank Watermann. Zum Glück für Unbeteiligte landete das gefährliche Wurfgeschoss auf dem Rasen, sodass kein Mensch zu Schaden kam.

Das hätte auch anders ausgehen können, wie sich am gleichen Abend in Rom zeigte: Beim Spiel zwischen Lazio und dem FC Zürich verlor im Gästeblock ein Zuschauer nach der Detonation eines Knallkörpers mehrere Finger, ein anderer Anhänger des Schweizer Klubs erlitt infolge des verbotenen Einsatzes von Pyrotechnik schwere Verbrennungen. Insgesamt gab es in Rom 30 Verletzte.

Auch in Kopenhagen brannten im 96-Fanblock mehrfach bengalische Feuer, dicke Rauchschwaden waberten durchs Stadion. Die nächste saftige Geldstrafe durch die UEFA ist dem hannoverschen Klub gewiss – diesmal dürften es 20.000 Euro werden, weil es bekanntlich nicht das erste Mal war, dass sich einige 96-Anhänger auf diese Weise danebenbenahmen.

Klubchef Martin Kind sprach mit Blick auf diesen Personenkreis am Freitag von „ein paar Chaoten“. Während die große Zahl der Fans die Mannschaft phantastisch unterstützt habe, würde dieser kleine Personenkreis 96 nur schaden. „Diese 250 bis 300 Leute brauchen wir nicht, das sind keine Fans“, sagte Kind, „auf die verzichten wir gerne.“ Der Klubchef kündigte zugleich an, sich das Strafgeld von den Schuldigen wiederholen zu wollen. „Das habe ich mir fest vorgenommen.“

Immerhin: Dass der Übeltäter in Kopenhagen durch Hinweise von 96-Fans ausgemacht werden konnte, ist möglicherweise ein Fingerzeig dafür, dass so ein Verhalten auch untereinander nicht länger toleriert wird.


Norbert Fettback
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