Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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unTips für Tierhalter und -freunde

Handelsübliche Feuerwerkskörper können über 150 Dezibel erreichen. Die meisten Tiere haben ein wesentlich feineres Gehör als der Mensch und reagieren entsprechend empfindlicher auf Lärm. Ihre Schmerzgrenze liegt bei 80 bis 90 Dezibel. Auf Feuerwerk reagieren Tiere oft panisch oder auch mit körperlichen Symptomen wie z.B. Durchfall. Damit die Tiere die Silvesternacht möglichst unbeschadet überstehen, empfehlen VIER PFOTEN und die Initiative „Stille Nacht“ einige Vorkehrungen:

Hunde sollten bereits an den Tagen vor Silvester in bewohnten Gebieten nur an der Leine ausgeführt werden. Knallkörper können sie so sehr erschrecken, dass sie in Panik davonlaufen und womöglich, desorientiert, nicht mehr nach Hause finden.

Tiere auf keinen Fall allein zuhause lassen

Am Silvestertag sollten weder Hunde noch Katzen unbeaufsichtigt nach draußen. Kleintiere, Katzen oder Vögel überstehen die Silvesternacht am besten, wenn sie in einem ruhigen Zimmer mit geschlossenen und verdunkelten Fenstern untergebracht werden. Ergänzend kann durch Fernseher, Radio o.ä. ein Grundpegel an Lärm erzeugt werden, der Außengeräusche nivelliert.
Verantwortungsbewusste Besitzer bleiben in der Silvesternacht bei ihren Tieren oder organisieren eine zuverlässige Betreuung. Auf keinen Fall sollten die Tiere Silvester allein zuhause bleiben.
Hunde fühlen sich in der Nähe ihrer Besitzer am sichersten. Jedoch sollten sie keinesfalls während des Feuerwerks mit ins Freie genommen werden - die anhaltende Knallerei ist für sie eine viel zu große Belastung. Außerdem kann der Schwefeldampf gezündeter Knallkörper ihre Schleimhäute stark reizen.
Ängstliche Hunde sollten nicht getröstet werden, sie fühlen sich dadurch in ihrer Unsicherheit bestärkt. Besitzer, die ruhig und gelassen bleiben und das furchtsame Verhalten ihres Hundes weitestgehend ignorieren, strahlen die notwendige Sicherheit aus.
Bei Tieren, die zu extremer Ängstlichkeit neigen, hat sich der Einsatz sanfter Beruhigungsmittel bewährt, Tierärzte halten entsprechende Präparate bereit.
Generell ist von deren Verabreichung aber eher abzuraten, da diese Mittel vielfach eine rein physische Ruhigstellung bewirken, aber die Angst nicht nehmen. Ganz im Gegenteil, die körperliche Hilflosigkeit und die Angstgefühle können verstärkt werden.

Wildtiere sind besonders gefährdet

Die Silvesterknallerei belastet auch die Tiere in Wald und Flur, die um diese Jahreszeit von ihren Winterreserven zehren. Daher sind Feuerwerke in Schutzgebieten, an Waldrändern, -lichtungen oder in Parkanlagen absolut tabu!
Wer einen Beitrag zum Tier- und Naturschutz leisten möchte, sollte auf Raketen und Feuerwerkskörper verzichten, das so gesparte Geld kann für sinnvolle Zwecke oder Einrichtungen eingesetzt werden. Unseren Haustieren tun wir sicherlich den größten Gefallen, wenn wir Silvester mit ihnen gemeinsam in vertrauter und ruhiger Umgebung verbringen.

TIP AM RANDE: Bleigießen verursacht zwar keinen Lärm, dennoch sollten Haustierhalter darauf achten, dass ihr Tier keinesfalls mit dem dafür verwendeten Wasser in Berührung kommt, da es schwere Bleivergiftungen hervorrufen kann.

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