Waldhäx

Beschützerin des Waldes und seiner Bewohner

 

Aktiv für Totholz

Aktiv für Totholz Aktiv für Totholz

Totholz trägt in erheblichem Maße zur biologischen Vielfalt (Biodiversität) und Naturnähe unserer Wälder bei. Eine nachhaltige Forstwirtschaft muss deshalb neben gesunden Bäumen auch für genügend Totholz sorgen, denn Nachhaltigkeit im modernen Sinn bezieht sich nicht nur allein auf die Holzproduktion. Durch intensive Forstwirtschaft werden aber viele Arten stark zurückgedrängt, vor allem solche, die Totholz benötigen. Um die Artenvielfalt zu erhalten bzw. zu fördern wurde die Kampagne überLEBEN vom Naturschutzbund Österreich, den Bundesforsten und dem Lebensministerium ins Leben gerufen. Durch Öffentlichkeitsarbeit und konkrete Maßnahmen soll den Tieren und Pflanzen wieder mehr Platz zum überLEBEN eingeräumt werden. Diese Broschüre ist
auch ein Beitrag zur europäischen Initiative „Countdown 2010“. Historisch bedingt sind noch viele Menschen gegenüber Totholz skeptisch eingestellt. Während langer Zeit wurden die Wälder wegen eines übertriebenen „Ordnungsdenkens“ konsequent von abgestorbenem Holz gesäubert. Weil Totholz oft einen „unaufgeräumten“ Eindruck macht, wird nicht genutztes totes und absterbendes Holz als Verschwendung von wertvollem Brennmaterial oder als Anzeichen für einen ungepflegten Wald angesehen. Auch die irrige Meinung, dass Totholz die Vermehrung von Schädlingen fördert, trägt zur konsequenten Entfernung abgestorbenen Holzes aus dem Wald bei.
Totholz bietet Lebensraum und Nahrung für viele Organismen und erfüllt darüber hinaus weitere wichtige Aufgaben, wie z.B. Erosionsschutz, Nährstoffspeicher oder Anwuchshilfe für junge Bäume im Gebirgswald. Eine moderne Forstwirtschaft berücksichtigt die Belange des Artenschutzes, indem ausreichend Totholz im Wald belassen wird.