Waldhäx

Beschützerin des Waldes und seiner Bewohner

 

Die Erde ist eine Scheibe

über das Märchen vom "gesunden Holzschlag".

„Die Erde ist eine Scheibe...


Dieser einst sehr verbreiteten Meinung dürften sich heutzutage nur sehr wenige anschließen.

... und der Wald braucht den Menschen,
vor allem den Holzschlag, um überleben zu können.“


Aufgrund des heutigen Wissensstandes über den Wald, kann man sich der Aussage, dass man „Den...(weiterlesen) >

30.06.2016 Landesförderungen höhlen Naturschutz aus

Im Februar dieses Jahres nahm der Vorarlberger FPÖ LAbg. Joachim Weixlbaumer einen Rechnungshofbericht zum Thema Schutzwald für Vorarlberg, Tirol und Salzburg zum Anlass, eine parlamentarische Anfrage im Landtag zu stellen. Die Fragestellung zielte klar darauf ab, den Holzeinschlag im Natura 2000-Gebiet „Klostertaler Bergwälder“ und die Forderung der Forstleute nach Intensivierung der Holzmobilisierung voranzutreiben.

Als Begründung für diese Maßnahmen werden zweifelhafte Sicherheitsaspekte...(weiterlesen) >

15.02.2016 Neue TBC- Verdachtsfälle

„Die Jägerschaft ist betroffen. Auch weil wir alles tun, um den TBC Erreger auszumerzen“ wird Landesjägermeister Reinhard Metzler zitiert. (VN Sa. 13. Feb. 2016)
Solange das Wild, verursacht durch die massive Winterfütterung, in den betroffenen Gebieten naturwidrig konzentriert wird, solange werden auch die schlimmen und deprimierenden Nachrichten für Herrn Metzler voraussichtlich nicht enden. Nach Forschungen des Evolutionsbiologen Joseph H. Reichholf lösen die Jäger das Problem des...(weiterlesen) >
Mag. Franz Ströhle

10.01.2016 Schutzwaldsanierung

Die folgende Grafik zeigt, wie heutige "Schutzwaldsanierung" funktioniert – und mit welchen Folgen: Erosion

12.12.2015 Schutzwald ist instabil

Der Rechnungshof mahnt auch in Vorarlberg Maßnahmen für die Schutzwälder ein, da die notwendige Verjüngung aufgrund von Wildschäden im Bergwald nicht mehr gewährleistet sei. (ORF und VN 9. / 10. Dez. 2015) Tatsächlich kann die Weißtanne gebietsweise nicht mehr aufkommen, da sie besonders anfällig für Wildverbiss ist. Es stellt sich die Frage mit welchen Maßnahmen dieses Problem am besten zu lösen ist. Ich fürchte die Forstämter und das Land benutzen die Kritik des Rechnungshofes als...(weiterlesen) >
Mag. Franz Ströhle

10.12.2015 VN-Bericht: Schutzwald ist instabil

Rechnungshof prüfte Wälder in Vorarlberg, Tirol und Salzburg.

WIEN. Der Bundesrechnungshof mahnt Maßnahmen für die heimischen Schutzwälder ein. In Salzburg, Vorarlberg und österreichweit habe sich ihr Zustand verschlechtert. Dabei gelten Schutzwälder als kostengünstigste und nachhaltigste Vorkehrung gegen Naturgefahren wie Lawinen, Muren oder Steinschlag.
Rund die Hälfte der Schutzwaldfläche sei stabil. Überall sonst wären Pflege- und Sanierungsmaßnahmen „mehr oder...(weiterlesen) >

18.11.2015 Kahlschlag in Alberschwende

(zum VN-Bericht vom 17.11.2015, s.u.)

Selbst wenn man Bürgermeisterin Schwarzmann Glauben schenkt, dass diese Schneise nichts mit dem geplanten Liftprojekt zu tun hat, (VN 17. Nov. 2015) zeigt das Foto die typische Art der Holzgewinnung, wie sie seit ein paar Jahren im ganzen Land zu beobachten ist. Entspringt die Aussage des Leiters der Abteilung Forstwesen der BH, wonach die großen...(weiterlesen) >

17.11.2015 Kahlschlag in Alberschwende empört

Kahlschlag Alberschwende Kahlschlag Alberschwende
ALBERSCHWENDE. (VN-ger) In Alberschwende schrillen die Alarmglocken: Am Brüggele­kopf, eben dort, wo eine neue Bergstation errichtet werden soll, wurde wie aus heiterem Himmel eine rund 200 Meter lange und 25 Meter breite Trasse in den Wald geschlagen. Dass es sich dabei um einen reinen Zufall handelt, fällt Klaus Gmeiner, Grundeigentümer am Dresslerberg, schwer zu glauben. Auch Kurt Bereuter, Obmann des Kulturforums Bregenzerwald, kommt der Vorgang irgendwie „seltsam“ vor. Die Gemeinde...(weiterlesen) >

26.10.2015 Wald Strategie 2015

Wie die aussieht, dafür gibt es wieder ein anschauliches Beispiel in Dalaas. Zwei neue Steinschlag- und Lawinenschneisen im Natura 2000 Gebiet Masonerwald wurden an 70- 100 Prozent steilen Hängen eröffnet. Eine Schneise endet direkt über dem Winterwanderweg zum Römerkeller. Die andere oberhalb des Wanderweges zur Freiburger Hütte. Seilkran und Holzprozessor der bekannten Bregenzerwälder Firma waren natürlich unterstützend dabei, die Schneisen in direkter Falllinie effektiv und gründlich...(weiterlesen) >

27.08.2015 Wald-Strategen

…er wächst und wächst, wie der Hirsebrei aus dem Töpfchen quillt. Eine Forststrategie hätten wir nun, als erstes Bundesland, nach der der Wald drei Aufgaben zu erfüllen habe: „Die wichtigste Funktion sei der Schutz. Vor Lawinen zum Beispiel. Gefolgt vom Wohlfühlfaktor und dem Wirtschaftsfaktor.“ (VN vom 26.08.: „Der Vorarlberger Wald wächst und wächst“) Haben die Forst-Strategen da nicht etwas Wesentliches vergessen? Eine Forststrategie, bei der die Ökologie des Waldes nicht einmal...(weiterlesen) >

07.08.2015 Umweltskandal um Firma aus Österreich

Schweighofer Schweighofer
Verarbeitet eine österreichische Firma Holz aus Rumäniens Urwäldern? Rumäniens Justiz ermittelt. Umweltschützer sind alarmiert.

Von nachhaltiger Forstwirtschaft und Verantwortung gegenüber der Natur schreibt Schweighofer in firmeneigenen Broschüren. Gerne erwähnt der österreichische Holzverarbeiter auch Umwelt-Gütesiegel wie FSC, mit denen seine Produkte ausgestattet sind. Doch das saubere Image des Produzenten von Bauholz und Heizpellets ist derzeit akut gefährdet. Ausgerechnet...(weiterlesen) >

02.06.2015 Kinder verschaukeln

Bäume pflanzen gegen die Klimakrise, wie es die Internationale Jugendinitiative „Plant for the Planet“ macht, ist sehr lobenswert. (VN Artikel A8 vom 1. Juni 2015) Andererseits werden aber Landesförderungen für sogenannte „normale“ Abholzungen sogar im Natura 2000 Schutzgebiet bezahlt, die damit erst ermöglicht werden. Damit nicht genug, wird der Nutzungsdruck auf den Wald noch weiter durch Förderungen der Biomasseheizwerke erhöht. In der Vergangenheit habe ich schon öfters darauf...(weiterlesen) >

05.11.2014 Es lebt sich gut mit Schutzgebiet

Wie geduldig Papier ist, zeigt der folgende VN Artikel (vom 05. 11. 2014) von „mm“, wenn Ereignisse so verdreht werden, dass das Gegenteil richtig ist. Wenn die Verantwortlichen dieses Projektes sich hinstellen und unverfroren behaupten, die Abholzungen im Natura 2000 Schutzgebiet sei ein Erfolgsprojekt für die Waldvögel, ist zu befürchten, dass mit dieser Propaganda der Weg für weitere Abholzungen frei gemacht werden soll. Die Zuständige des Landes für den Klostertaler Bergwald, Cornelia...(weiterlesen) >
Mag. Franz Ströhle

26.07.2014 Klostertaler Bergwälder - Natura 2000 Gebiet

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Mit einer eigens eingerichteten Arbeitsgruppe, in der Gemeinden, Forst, Jagd, Landwirtschaftskamer, ÖBB, Lawinen- und Wildbachverbauung, sowie der Naturschutz eingebunden waren, wurde vor einigen Jahren das Gebiet Klostertaler Bergwälder der Zielsetzung Natura 2000 unterstellt. Umso unverständlicher ist es, mit welcher Unvernunft ein neuer, sogenannter Quadweg (mit Traktor nicht befahrbar) steil und gerade, über Trockenwiesen zur Masonalpe hinauf gebaut wurde, wobei der alte, historische und...(weiterlesen) >
VN - Josef Gantner, Wanderführer, Bludenz

17.02.2014 "Waldpflege"

Der jüngste Artikel dazu (siehe unten) preist wieder in schönen, gebetsmühlenartig wiederholten Worten die Investition aus dem Waldfond von 2,3 Millionen Euro in die (natürlich) nachhaltige Vlbg. Waldbewirtschaftung.
Es stellt sich die Frage, ob es z.B. im öffentlichen Interesse ist, wenn, gestützt durch diese Förderungen, mit einem Schlag hunderte Festmeter Holz im Natura-2000 Gebiet ohne Naturverträglichkeitsprüfung gefällt werden.
Dass Landesrat...(weiterlesen) >
Mag. Franz Ströhle

13.02.2014 2,3 Mio Euro vom Land für Waldpflege

Das Land investiert in die nachhaltige Waldbewirtschaftung.
Bregenz
Dass der Vorarlberger Waldfonds ein gefragtes Förderinstrument ist, bestätigen die insgesamt 1464 Anträge, die im vergangenen Jahr bewilligt wurden. Dafür stellte das Land insgesamt 2,32 Millionen Euro zur Verfügung. "Dieses Förderinstrument ist auch nach mehr als zwei Jahrzehnten noch österreichweit einzigartig und bleibt ein wichtiger Beitrag für die Umsetzung unserer Landwirtschaftsstrategie 2020 'Ökoland Vorarlberg...(weiterlesen) >
VN-hrj

01.11.2013 Tatort Wald

Der Raubbau im Natura 2000-Gebiet Klostertaler Bergwälder geht leider weiter. Erst kürzlich wurden wieder zwei weitere Schneisen im Masonerwald Dalaas geschlagen, und das wieder ohne Naturverträglichkeitsprüfung! Schätzungsweise vier- bis fünfhundert fm Holz, die teilweise in der Nacht abtransportiert wurden.
Nach Auskunft des zuständigen Naturschutzsachverständigen Rochus Schertler sollen die Schlägerungen dem Waldfachplan entsprechen. Dieser Waldfachplan legt allerdings als noch naturverträgliche...(weiterlesen) >
Mag. Franz Ströhle

01.10.2013 Erfolg für den Schutz der Klostertaler Bergwälder

Das Europaschutzgebiet im Bereich der sonnseitigen Klostertaler Bergwälder ist von hervorragender Bedeutung für den Erhalt von Magerwiesen, seltener Vogelarten sowie von artenreichen Wäldern mit Alt- und Totholzvorkommen dgl. Diese Vielfalt ist unter anderem das Ergebnis einer jahrzehntelangen traditionellen naturnahen Bewirtschaftung.

Diese Vielfalt ist jedoch durch die geplanten Holzschlägerungen im „Natura“ 2000-Gebiet stark in Gefahr.

Mag. Franz Ströhle der sich mit seiner Plattform...(weiterlesen) >

18.09.2013 Erfolg für Bergwaldschützer (VN-Leserbrief von Rita Kilzer)

Leserbrief
Zum Film von Franz-Michel Hinteregger in "Vorarlberg heute" am 8.9.2013:
Die Gemeinde Dalaas zog ihren Antrag auf Bewilligung von größeren Schlägerungen im "Natura 2000"-Gebiet endlich zurück. Als ehemalige Klostertalerin, die sich über Jahrzehnte um den Schutz der naturnahen Klostertaler Bergwälder bemühte, ist es mir ein Anliegen, Franz Ströhle zu seinem großartigen...(weiterlesen) >

28.08.2013 Naturschutz ein Stiefkind in Österreich

Die Jahreshauptversammlung des Umweltdachverbandes am 21. Juni 2013 im Nationalparkzentrum in Molln stand unter dem Motto: „Heraus aus dem Schatten“ Es ging um die Säumigkeit Österreichs, was die Meldung der Natura 2000- Gebiete anlangt. Schnell wurde klar, dass Österreich zu den Schlusslichtern geworden ist, was den Naturschutz anlangt. Trotzdem wird den Menschen in unserem Land von den politisch Verantwortlichen ständig versucht zu vermitteln, dass wir Vorreiter in Sachen Umweltschutz...(weiterlesen) >
Mag. Franz Ströhle

11.08.2013 Kommentar: Die Waldbestände

(zum VN-Artikel vom 10.08.2013)

Vorarlberg sichert diese angeblich durch 726.000 Euro Fördergelder für Holzbringungsanlagen. (VN-ikr 10. 8. 2013)
Doppelt so viele Holznutzungen sollen seit Mitte der 80er Jahren stattgefunden haben und die Substanz bleibt immer gleich!? Siebzehn neue Forststraßen für LKW und sechzehn Schlepperwege sollen, natürlich „nachhaltig“ und „schonend“ vor allem in Einzugsgebieten von Gewässern und in Schutzwäldern in den Waldboden gerissen werden!...(weiterlesen) >
Mag. Franz Ströhle

10.08.2013 Errichtung von Holzbringungsanlagen wird in Vorarlberg gefördert

BREGENZ. Über ein Drittel der Vorarlberger Landesfläche ist bewaldet. Mit durchschnittlich 350 Festmetern (fm) Holz pro Hektar Waldboden hat Vorarlberg den höchsten Holzvorrat aller Bundesländer. Und dies, obwohl seit Mitte der 80er-Jahre praktisch doppelt so viel Holzungen stattgefun- den haben. Die Substanz der Wälder ist gleichbleibend.

Aufgrund der Wichtigkeit der Waldbestände für den Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum investiert das Land Vorarlberg in die Errichtung von...(weiterlesen) >
VN-ikr

12.06.2013 EU-Kommission hat Natura 2000-Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich eingeleitet!

Umweltdachverband: EU-Kommission hat Natura 2000-Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich eingeleitet!
Österreich muss mehr als 200 potenzielle Natura 2000-Gebiete nachmelden

Wien (OTS) - Für potenzielle Europaschutzgebiete besteht ab sofort
Eingriffs- und Bauverbot - UWD-Jahrestagung am 21. Juni in Molln: Natura 2000 im Fokus
"Die Europäische Kommission teilte mit dem Schreiben vom 30. Mai 2013
mit, dass ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich wegen
seines unvollständigen...(weiterlesen) >

01.06.2013 An die Naturschutzorganisationen des Landes Vorarlberg

Die Website www.waldhäx.net ist nun soweit mit den wesentlichen Inhalten ausgestattet, und, wie ich meine, für eine Bewerbung tauglich.
Da ich auch schon gefragt wurde, was ich mit dieser Waldhäx erreichen will, ein paar Worte dazu: Die Waldhäx ist ein imaginäres Wesen, das für die Verbindung mit der Natur steht, ein Wesen, das in und mit dem Wald lebt, seine heilenden Kräfte schätzt und mit den darin lebenden Wesen verbunden ist. Sie repräsentiert...(weiterlesen) >
Mag. Franz Ströhle

24.05.2013 Obacht die Grünen

Herr Adolf Zwahlen ist verwundert, (VN 17. Mai 13) dass die Salzburger Grünen einen Ausbaustopp für die (seiner Meinung nach) saubere Wasserkraft fordern. Ich vermute, Herr Adolf ist der Propaganda der Energiewirtschaft aufgesessen, denn es ist wohl nicht ganz sauber, wenn das letzte naturbelassene Bächlein dem Mammon geopfert wird. Selbst wenn ab sofort alle noch verfügbaren Gewässer in Rohre gezwängt würden, stünden wir durch den steigenden Energiehunger dieser Konsumgesellschaft, spätetens...(weiterlesen) >
Mag. Franz Ströhle

18.04.2013 Es tut einem wirklich weh...

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Geschätzte Herren! Als Bauer und Waldbesitzer möchte ich Euch für Eure Leserbriefe danken und gratulieren! Es tut einem wirklich weh, wenn man sieht und erlebt, wie mit den heutigen Holzerntemethoden (Industrielle Holzernte) ganze Waldstriche verwüstet werden. Die "forstlichen" Aufsichtsbehörden schauen zu - und fördern noch die Wald-Ruinierung - und beschuldigen dann letztlich die Wild-Tiere am Niedergang der Wälder. Dies alles im Wissen, dass die Tiere mit dem Wald verbunden waren, lange bevor der Mensch dort gewütet hat.
Hugo Waldner

17.04.2013 Waldzerstörung in Schruns

Zum Leserbrief von Corinna und Eckard Schneider: (VN 15.4.2013)
Diese Art der Waldplünderung wird von Land und Bund unter dem Titel: „Holzmobilisierung“ im Privatwald vorangetrieben und gefördert. Wenn die Holz-Strategen in den Amtsstuben nicht mit „Sicherheit“ argumentieren können, wird dies als „Unterstützung für die naturnahe Waldpflege“ oder unter dem Begriff „Nachhaltigkeit“ und „naturnahe Waldpflege“ verkauft.
In speziellen Veranstaltungen propagiert die Landwirtschaftskammer...(weiterlesen) >
Mag. Franz Ströhle

15.04.2013 Schruns: Zerstörung eines Naherholungsgebietes

Mit zunehmender Intensität und Brutalität wird der Gaueser Wald in Schruns zerstört. Hierbei handelt es sich um ein großes zusammenhängendes Waldgebiet mit natürlich gewachsenem und altermäßig gestuftem Baumbestand, das bis zum Talboden reicht. Es ist völlig unbegreiflich, warum rücksichtslosen Waldbesitzern erlaubt wird, dieses von Einheimischen und Fremden hochgeschätzte Naherholungsgebiet auf Jahrzehnte hinaus zu verwüsten. Der Kahlschlag an steilen und teilweise felsigen Hängen unterhalb...(weiterlesen) >
Corinna und Eckart Schneider

27.02.2013 Kritisch hinterfragt

Die Begriffe, die im Diskurs um das Europaschutzgebiet Klostertaler Bergwälder Verwendung finden, werden im Leserbrief in den VN vom 22. Februar von Sophia Venari mit Recht kritisch hinterfragt. Es sind aber nicht die Waldbesitzer, die mit der Sicherheit argumentieren, es ist die Forstabteilung der BH Bludenz. Ein Teil der von der BH Bludenz ursprünglich als Schutzwaldverjüngung projektierten Holzschlägerung im Masonerwald wurde schließlich als "normale" Holznutzung im Herbst 2012 unter Mitwirkung...(weiterlesen) >
Mag. Franz Ströhle

22.02.2013 Polemik, Sicherheit und Interessenkonflikte

Im Fall der geplanten "Schutzwaldsanierung" im Natura-2000-Gebiet Klostertaler Bergwälder rege ich zur kritischen Betrachtung einiger Begriffe an:
1. "Interesse": In den Konflikt maßgeblich involviert sind vier sog. Interessensgruppen: Waldeigentümer, Jäger, Unterlieger und Naturschützer.
Nur eine dieser Gruppen vertritt ein Interesse im strengeren Sinne:
Waldbesitzer wollen Profit aus ihrem Besitz schlagen. Es gilt zu prüfen, inwieweit das ihr Recht ist. Aber es ist ein grober Irrtum,...(weiterlesen) >
Sophia Venari

04.02.2013 Stolz auf Holz?

In Ihrem Gastkommentar, Frau Marianna Mathis (VN vom 2.2.2013), loben Sie geradezu euphorisch den wirtschaftlichen Erfolg der Holznutzung in Vorarlberg und werben für die weitere Intensivierung. "Aber keine Sorge: Holz wächst nach." Was diese Einstellung z.B. bei der Intensivierten Wiesennutzung bewirkt hat, sehen wir heute. Die Artenvielfalt ist buchstäblich zusammengebrochen. Kaum eine Blüte hat noch eine Lebenschance, ganz zu schweigen von Schmetterlingen und anderen Insekten. Dies ist keine...(weiterlesen) >
Mag. Franz Ströhle

02.02.2013 Stolz auf Holz

Wirtschaftssparten, deren Erfolg von der wechselnden „Wetterlage“ auf dem globalen Markt abhängig ist, können über die Beständigkeit der Wertschöpfungskette Holz nur staunen. Österreichweit ist sie nach dem Tourismus der zweitgrößte Devisenbringer in der Außenhandelsbilanz. Entsprechend ist auch der Beschäftigungseffekt. Die Glieder der Kette reichen von der Forstarbeit in den Wäldern, über die Sägereien, Tischlereien und Zimmerei-Betrieben bis zum Holzhandwerk, Bauunternehmen und...(weiterlesen) >
Marianne Mathis, "freie" Journalistin

30.01.2013 Zauberwort Kompromiss

Wenn ein Projekt als alternativlos dargestellt wird, wie bei der jüngsten "Lösung" für die Zufahrtstraße durch das Natura-2000-Gebiet Klösterle, sollten wir hellhörig werden! Die Formeln der Stellungnahmen kenne ich vom Forstprojekt im Natura-2000-Gebiet Dalaas auswendig, sie klingen fast ident. Auch da wurde ein "Kompromiss" als Lösung des Problems vorgestellt; allerdings mit dem kleinen Schönheitsfehler, dass betroffene Wald- und Grundbesitzer nun schon wiederholt nicht einbezogen wurden....(weiterlesen) >
Mag. Franz Ströhle

18.01.2013 Brief an VN Redakteur Tony Walser

Sehr geehrter Herr Tony Walser,

schon länger denke ich daran, Ihnen zu schreiben. Sie berichten unter anderem auch über das sogen. „Schutzwaldsanierungs-Projekt“ im Natura 2000-Gebiet Klostertal.
Sie werden voraussichtlich noch öfters mit diesem Thema befasst sein, denn auf Schiene, wie Sie schreiben, ist da gar nichts. Warum, das möchte ich Ihnen gerne aus meiner Sicht erläutern. Ich hoffe, Sie sind offen dafür, denn Sie werden sicher mit mir übereinstimmen, dass guter Journalismus...(weiterlesen) >
Mag. Franz Ströhle

13.12.2012 Holzmobilisierung

Geehrter Mag. Ströhle, Ihr Leserbrief spricht für Sie. Ihnen sind, wie sich zeigt, Bergwälder mit ihren gefiederten Einwohnern schützenswert, und so sollte es ganz allgemein auch sein. Leider gibt es überall Menschen, die in einem Baum nur einen Holzspender sehen, der Geld einbringt. Und die Vogelwelt scheint für sie gänzlich unnütz zu sein. Es ist nur zu hoffen, dass diejenigen, die das Sagen haben, den gut bemäntelten "Software-Senf" nicht ernst nehmen. Wenn aber doch, dann wünschen ich...(weiterlesen) >
Marianne Steinlechner

12.12.2012 Polemik der Kompromisse

Im Kompromiss sieht Landesjägermeister Dr. Albrich die Lösung dieses Konflikts (VN, Leserbrief vom 7.12.12). Wenn aber von falschen Grundlagen ausgegangen wird, kann nur ein fauler Kompromiss herauskommen. Ich bin etwas verwundert, dass Dr. Albrich nun auch die Sicherheitskeule schwingt, da er auf einer Sitzung der Naturschutzorganisationen noch im August sinngemäß die Meinung vertreten hat, dass dies ein Totschlagargument ist, und dass unter dem Titel "Sicherheit" alles durchgesetzt werden kann....(weiterlesen) >
Mag. Franz Ströhle

10.12.2012 Holzmobilisierung

Wenn Sie unter diesem Begriff im Internet recherchieren, werden Sie auf eine ganze Maschinerie stoßen, die Ihnen Begriffe wie Effizienzsteigerung, Zuwachsraten, Optimierungspotenzial, Vermarktungsstrategie, Vertrauensaufbau usw. nur so um die Ohren haut. Da wird absolut nichts dem Zufall überlassen! Sie werden feststellen, dass es letztlich immer wieder auf eines hinausläuft: Geld und Geschäft! Da dies natürlich nicht unverblümt gesagt werden kann, werden hehre Ziele bemüht. Klimaschutz, Ökologie,...(weiterlesen) >
Mag. Franz Ströhle

07.12.2012 Kompromisse statt Polemik

Das Natura-2000-Gebiet Klostertaler Bergwälder sorgt seit Monaten für mehr oder weniger sachliche Diskussionen. Tatsache ist, dass in diesem Gebiet viele berechtigte Interessen unterschiedlicher Gruppierungen aufeinanderstoßen. Die Waldeigentümer haben uralte Holzbringungsrechte, Unterlieger fürchten um ihre Sicherheit, die Naturschutzorganisationen sorgen sich zu Recht wegen einer möglichen Verschlechterung der Natura-2000-Kriterien, die Forstbehörde ist verpflichtet, die Vitalität des Schutzwaldes...(weiterlesen) >
Dr. med. Ernst Albrich, Landesjägermeister

27.11.2012 Ein gesunder Wald ist der beste Schutz

Hier geht es nicht um Schutzwaldsanierung, sondern um Holzverwertung. Unter dem Deckmantel der Waldverjüngung und des Objektschutzes sollen mehrere Schneisen in den Schutzwald geschlagen, 3.200 Festmeter Holz geschlägert und mittels Seilkränen abtransportiert werden. Warum die Bezirkshauptmannschaft ein solches Vorgehen befürwortet, ist mir schleierhaft", so Rauch. "Darüber erwarte ich mir vom Landesrat umfassende, sachliche Aufklärung. Es handelt sich um einen Interessenskonflikt zwischen Forstwirtschaft und Naturschutz. LR Schwärzler ist für beides verantwortlich.
Johannes Rauch, Clubobmann der Grünen Vorarlberg

31.10.2012  Geld aus Landeskasse für naturnahe Wälder

Bregenz. Die Vorarlberger Landesregierung hat jüngst weitere Förderungen aus dem Waldfonds beschlossen. Die Beiträge in Höhe von rund 217.000 Euro kommen 213 Antragstellern zugute.

Wirken seit 25 Jahren

Diese Finanzierungsform, die in Vorarlberg seit mehr als 25 Jahren besteht, ist in ganz Österreich einzigartig. „Mit dem Waldfonds haben wir ein flexibles und effektives Instrument, um Waldbesitzer bei einer naturnahen und nachhaltigen Bewirtschaftung ihrer Waldflächen zu unterstützen“,...(weiterlesen) >
VN

18.10.2012 Europaschutzgebiet Klostertaler Bergwälder

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Forstbehörde sollte Naturschutz respektieren



Im Dalaaser Abschnitt des Schutzgebietes "Klostertaler Bergwälder", wo gefährdete Vogelarten wie Raufußkauz, Sperlingskauz, Grau- und Weißrückenspecht nachgewiesen sind, wurde im Herbst 2011 ein groß angelegtes Holznutzungsprojekt geplant. 3200 fm sollen in diesen altholzreichen Wäldern geschlagen und mittels Seilkran samt Biomasse abtransportiert werden. Der 2002 im Auftrag der Landesregierung eigens für dieses Natura 2000-Gebiet...(weiterlesen) >

20.09.2012 Wald in guten Händen

"Trotz der Erfolgsbilanz haben die Waldbesitzer aber auch Sorgen: Ich warne davor, die Waldbewirtschaftung in Natura-2000-Gebieten unter Auflagen zu stellen: Statt Bürokratie abzubauen, wird der Aufwand für Waldbesitzer zeitlich und fachlich sehr viel mehr. Die Auflagen sind schlicht nicht notwendig, weil Fachleute für die ordentliche Bewirtschaftung sorgen. Wir fordern eine klare Ablehnung dieses Ansinnens seitens des Landes und des Bundes." (Zitat aus VN-Artikel)
Landwirtschaftskammerpräsident Moosbrugger

09.06.2012 Heißer Wald

Sehr erfreulich findet DI Thomas Ölz in seinem Bezug auf meinen Leserbrief, wie bildhaft ich das Zuwachspotenzial in Vorarlbergs Wäldern erklärt habe.
Dass ich die geplanten 700.000 rm Holz, die jährlich aus Vorarlbergs Wäldern verheizt werden sollen, als gefährliche Drohung empfinde, versteht Herr Ölz nicht. Ich versuche es also noch einmal. Die Klostertaler Bergwälder, um die es hier geht, sind die einzigen, geschützten, altholzreichen Mischwälder Vorarlbergs. Um den sehr gefährdeten,...(weiterlesen) >
Mag. Franz Ströhle

06.06.2012 "Der Wald ist zu Recht heiß"

Sehr erfreulich ist, wie Mag. Franz Ströhle in seinem Leserbrief das hohe jährlich nachwachsende Zuwachspotenzial im Vorarlberger Wald bildhaft erklärt. Wieso er dies als "gefährliche Drohung" sieht, verstehe ich nicht.
Das Gegenteil ist der Fall. Fossile Brennstoffe können eingespart werden und müssen nicht über Tausende Kilometer herantransportiert werden. Die Region profitiert von der Wertschöpfung und ein wichtiger Co2-Klimabeitrag kann geleistet werden (Co2-Neutralität von Holz)....(weiterlesen) >
DI Thomas Ölz, Fachbereich Forst, Landwirtschaftskammer Vorarlberg

07.03.2012 Erfolgreich auf dem Holzweg

"Das Internationale Jahr des Waldes 2011 war laut Landesrat Erich Schwärzler für Vorarlbergs Waldwirtschaft ein weiteres Erfolgsjahr. Der Holzeinschlag betrug 398.383 Festmeter - und war damit um vier Prozent höher als im Jahr 2010." (VN vom 5.3.2012)
Da kommt Freude auf, Herr Umweltlandesrat! Wir steigern das Bruttosozialprodukt! Aus Sicht einer Wirtschaftspartei scheint eben nur ein toter Baum ein guter Baum zu sein! Der Erfolg vom "Jahr des Waldes" wird allein an der Anzahl geschlagener...(weiterlesen) >
Mag. Franz Ströhle

05.03.2012 Vorarlberg erfolgreich auf Holzweg

Bregenz Das Internationale Jahr des Waldes 2011 war laut Landesrat Erich Schwärzler für Vorarlbergs Waldwirtschaft ein weiteres Erfolgsjahr. Der Holzeinschlag betrug 398.383 Festmeter - und war damit um vier Prozent höher als im Jahr 2010. Außerdem wurde das dritthöchste Ergebnis der vergangenen 40 Jahre erreicht.
Die mehrjährige Entwicklung zeige, so Schwärzler, dass nicht zuletzt die Landesförderungen aus dem Vorarlberger Waldfons mit rund 2,7 Millionen Euro pro Jahr, sowie die...(weiterlesen) >
VN

25.01.2012 Schutzwald-Verjüngung?

"Altholzbestände mit Uraltbäumen und stehendem Morsch- und Totholz verschwinden mehr und mehr. Meist sind es nur noch Steilhang-Tobelwälder, die relativ ursprünglich geblieben sind. Die fortschreitende Bergwalderschließung wird mit "notwendiger Bergwaldpflege" begründet, ohne die unsere Wälder doch seit Jahrtausenden überlebt haben. Technische Machbarkeit und Förderungen durch die öffentliche Hand sind die Basis." Zitat aus: "Vögel im Kleinwalsertal" (R. Kilzer 2011). Dass selbst...(weiterlesen) >
Mag. Franz Ströhle