Waldhäx

Beschützerin des Waldes und seiner Bewohner

 

27.02.2013 Kritisch hinterfragt

Die Begriffe, die im Diskurs um das Europaschutzgebiet Klostertaler Bergwälder Verwendung finden, werden im Leserbrief in den VN vom 22. Februar von Sophia Venari mit Recht kritisch hinterfragt. Es sind aber nicht die Waldbesitzer, die mit der Sicherheit argumentieren, es ist die Forstabteilung der BH Bludenz. Ein Teil der von der BH Bludenz ursprünglich als Schutzwaldverjüngung projektierten Holzschlägerung im Masonerwald wurde schließlich als "normale" Holznutzung im Herbst 2012 unter Mitwirkung der Behörden ohne die vorgeschriebene Naturverträglichkeitsprüfung durchgeführt. Die 300 Festmeter Holz (das ist die vierfache Menge, die sonst jährliche genehmigt wurde) sind über einen Schlepperweg mit Lkw plus Anhänger abtransportiert worden, dessen Breite auf 2,50 m beschränkt ist. Es ist schwer zu glauben, dass bei der nachfolgenden Begehung den Behördenvertretern nicht aufgefallen ist, dass dieser Weg widerrechtlich verbreitert wurde und Auflagen, die mit der Genehmigung dieses Schlepperweges verbunden waren, nie umgesetzt wurden. Ab welchem Maß spricht man in Vorarlberg von Korruption?


Mag. Franz Ströhle