Waldhäx

Beschützerin des Waldes und seiner Bewohner

 

15.04.2013 Schruns: Zerstörung eines Naherholungsgebietes

Mit zunehmender Intensität und Brutalität wird der Gaueser Wald in Schruns zerstört. Hierbei handelt es sich um ein großes zusammenhängendes Waldgebiet mit natürlich gewachsenem und altermäßig gestuftem Baumbestand, das bis zum Talboden reicht. Es ist völlig unbegreiflich, warum rücksichtslosen Waldbesitzern erlaubt wird, dieses von Einheimischen und Fremden hochgeschätzte Naherholungsgebiet auf Jahrzehnte hinaus zu verwüsten. Der Kahlschlag an steilen und teilweise felsigen Hängen unterhalb von Bartholomäberg hat insbesondere im Nahbereich des Klosters Gauenstein zu erheblichen Windwurfschäden und sogar zu einem Waldbrand geführt. Ob auf dem felsigen Boden jemals ein Wald mit hochstämmigen Bäumen nachwachsen wird, ist höchst fraglich. Es wird Jahrzehnte dauern, bis die Wunde geschlossen sein wird. Die Holzbringung erfolgt teilweise mit Seilbahnen, teilweise aber auch auf Wanderwegen, die illegal auf bis zu 3 Meter verbreitert wurden. Durch den Einsatz schwerster und häufig stark überladener Holztransporter sind diese Wege in jämmerlichem Zustand, durch hoch beladene Rundholztransporter werden Fußgänger erheblich gefährdet. Als Schrunser Familie, die diesen Wald schon seit Jahrzehnten kennt und liebt, möchten wir nicht länger schweigen und der Empörung vieler Mitbürger über dieses barbarische Vorgehen Ausdruck verleihen. Armes Schruns, wenn du es dir leisten kannst, der Zerstörung eines solchen Naturjuwels tatenlos zuzusehen!


Corinna und Eckart Schneider