Waldhäx

Beschützerin des Waldes und seiner Bewohner

 

17.04.2013 Waldzerstörung in Schruns

Zum Leserbrief von Corinna und Eckard Schneider: (VN 15.4.2013)
Diese Art der Waldplünderung wird von Land und Bund unter dem Titel: „Holzmobilisierung“ im Privatwald vorangetrieben und gefördert. Wenn die Holz-Strategen in den Amtsstuben nicht mit „Sicherheit“ argumentieren können, wird dies als „Unterstützung für die naturnahe Waldpflege“ oder unter dem Begriff „Nachhaltigkeit“ und „naturnahe Waldpflege“ verkauft.
In speziellen Veranstaltungen propagiert die Landwirtschaftskammer die verstärkte Nutzung in den Privatwäldern und bietet Unterstützung an.
Im Bauernjournal „Forst“ (Dez. 2011) wurde angekündigt, dass Sozialminister Hundstorfer die „Initiative 100“ unterstützt. Hundert junge Menschen sollen jährlich eine Ausbildung zum hochqualifizierten Holzerntespezialisten mit Harvester und Forwarder erhalten. Dies wird mit der Schaffung von Arbeitsplätzen begründet. Dabei sind gerade diese Maschinen die größten Arbeitsplatzvernichter im Forst. Was dies für den Wald in einem so kleinen Land wie Österreich für die Zukunft bedeutet, zeichnet sich jetzt schon ab. Wie ich schon mehrmals in der Vergangenheit aufgezeigt habe, sind vor dieser Entwicklung nicht einmal die Europaschutzgebiete, (Beispiel Klostertaler Bergwälder) sicher. Deshalb ist es notwendig und richtig, dies öffentlich zu machen. Diesen enkelfeindlichen Waldzerstörungen können nur die Menschen vor Ort Einhalt gebieten, indem sie sich organisieren und mit Entschlossenheit ihren Lebensraum verteidigen!


Mag. Franz Ströhle