Waldhäx

Beschützerin des Waldes und seiner Bewohner

 

27.08.2015 Wald-Strategen

…er wächst und wächst, wie der Hirsebrei aus dem Töpfchen quillt. Eine Forststrategie hätten wir nun, als erstes Bundesland, nach der der Wald drei Aufgaben zu erfüllen habe: „Die wichtigste Funktion sei der Schutz. Vor Lawinen zum Beispiel. Gefolgt vom Wohlfühlfaktor und dem Wirtschaftsfaktor.“ (VN vom 26.08.: „Der Vorarlberger Wald wächst und wächst“) Haben die Forst-Strategen da nicht etwas Wesentliches vergessen? Eine Forststrategie, bei der die Ökologie des Waldes nicht einmal erwähnt wird, bei der es immer noch möglich ist, für das Holzen in Schutzgebieten Landesförderungen zu bekommen, und immer noch Fichten-Monokulturen statt dem Mischwald gefördert werden, ist einseitig und schädlich. Ulme und Esche, einer der vitalsten heimischen Bäume, sind dabei abzusterben. Und immer weiter werden Pflanzen aus aller Welt herangekarrt und damit Pilze, Bakterien und Schädlinge mit den bekannten Folgen eingeschleppt. Der Wald wächst, was sollte er auch sonst tun, aber so wie die Blumenwiesen auf die gleiche Art, mit allen lebendigen Zusammenhängen durch Übernutzung ruiniert wurden, so wird das Artensterben im Wald weitergehen, wenn diesen Strategen nicht bald Einhalt geboten wird.

Mag. Franz Ströhle