Waldhäx

Beschützerin des Waldes und seiner Bewohner

 

18.11.2015 Kahlschlag in Alberschwende

(zum VN-Bericht vom 17.11.2015, s.u.)

Selbst wenn man Bürgermeisterin Schwarzmann Glauben schenkt, dass diese Schneise nichts mit dem geplanten Liftprojekt zu tun hat, (VN 17. Nov. 2015) zeigt das Foto die typische Art der Holzgewinnung, wie sie seit ein paar Jahren im ganzen Land zu beobachten ist. Entspringt die Aussage des Leiters der Abteilung Forstwesen der BH, wonach die großen Buchen gezielt fallen mussten, damit sie nicht unkontrolliert umfallen und andere Bäume beschädigen können, der neuen Forststrategie des Landes? Gerade die alten Buchen sind für die Ökologie des Waldes sehr wertvoll und wenn sie ihren ganzen Lebenszyklus durchlaufen dürfen, bieten sie als stehendes Totholz den Waldbewohnern noch viele Jahre lebenswichtigen Unterschlupf und Nahrung. In Broschüren der Bundesforste wird dies gerne propagiert. Die Praxis sieht anders aus. Wenn bei der Waldnutzung nur noch Wirtschaftlichkeit zählt, geht das Artensterben ungehindert weiter. Der Wald darf genutzt werden, aber diese Kahlschläge haben mit naturnah, wie das immer wieder posaunt wird, gar nichts zu tun. Dass dieser Raubbau selbst in Naturschutzgebieten mit Unterstützung von Landesförderungen angeheizt wird, wie aktuell im Natura 2000 Gebiet Klostertaler Bergwald, sollte alle Menschen des Landes empören. Es ist aber ermutigend, wenn Bürger von Alberschwende sich für ihren Lebensraum einsetzen!

Mag. Franz Ströhle