Waldhäx

Beschützerin des Waldes und seiner Bewohner

 

10.12.2015 VN-Bericht: Schutzwald ist instabil

Rechnungshof prüfte Wälder in Vorarlberg, Tirol und Salzburg.

WIEN. Der Bundesrechnungshof mahnt Maßnahmen für die heimischen Schutzwälder ein. In Salzburg, Vorarlberg und österreichweit habe sich ihr Zustand verschlechtert. Dabei gelten Schutzwälder als kostengünstigste und nachhaltigste Vorkehrung gegen Naturgefahren wie Lawinen, Muren oder Steinschlag.
Rund die Hälfte der Schutzwaldfläche sei stabil. Überall sonst wären Pflege- und Sanierungsmaßnahmen „mehr oder weniger dringend erforderlich“, schrieben die Prüfer in einem Bericht. In die notwendigen Verbesserungen müssten österreichweit 1,3 Milliarden Euro investiert werden. Der Zeitbedarf dafür auf der Basis des derzeitigen Mitteleinsatzes wurde auf „mehr als 90 Jahre“ geschätzt.
Der Rechnungshof kritisierte das Fehlen einheitlicher Vollzugsstandards beim Forstrecht. Speziell bei Wildschäden sei der Forstbereich sehr stark von Gesetzgebung und Vollziehung im Jagdbereich – einer Bundeskompetenz – abhängig. „Der Bund konnte die von ihm eingegangenen internationalen Verpflichtungen aus dem Bergwaldprotokoll zur Alpenkonvention nicht unmittelbar erfüllen. Fehlende oder mangelhaft vollzogene Regelungen in den Jagdgesetzen machten Fördermaßnahmen zunichte“, lautet das Fazit der Prüfer.