Waldhäx

Beschützerin des Waldes und seiner Bewohner

 

12.12.2015 Schutzwald ist instabil

Der Rechnungshof mahnt auch in Vorarlberg Maßnahmen für die Schutzwälder ein, da die notwendige Verjüngung aufgrund von Wildschäden im Bergwald nicht mehr gewährleistet sei. (ORF und VN 9. / 10. Dez. 2015) Tatsächlich kann die Weißtanne gebietsweise nicht mehr aufkommen, da sie besonders anfällig für Wildverbiss ist. Es stellt sich die Frage mit welchen Maßnahmen dieses Problem am besten zu lösen ist. Ich fürchte die Forstämter und das Land benutzen die Kritik des Rechnungshofes als Ermunterung weitere Schneisen in den Bergwald zu schlagen. Die noch intakten bergwaldstabilisierenden Weißtannenbestände werden dabei so wenig verschont wie jugendliche Buchen, Eschen und Ahorn und die für das Habitat wertvollen alten Bäume. Beispiel Kahlschlag in Alberschwende oder die vielen Schneisen im Klostertaler Bergwald. Dies als Schutzwaldsanierung, weil notwendig für die Naturverjüngung zu rechtfertigen, ist ein Hohn. Der Bergwald ist nicht nur wegen der überhandnehmenden Wildbestände instabil, mindestens ebenso verheerend sind die landesweit geförderten unsachgemäßen Holzplünderungen mit Holzprozessor und Seilkran und der immer weiter betriebene Forstwegebau in die letzten noch unerschlossenen Gebiete.

Mag. Franz Ströhle


Mag. Franz Ströhle