Waldhäx

Beschützerin des Waldes und seiner Bewohner

 

Bundesbeamter kuscht vor "Forstorgan"


Die Situation in Österreich stellt sich nicht wesentlich anders dar.
Die Wildfütterung Dalaas-Hölltobel, betrieben durch einen deutschen Jagdpächter, ist laut Auskunft des Forstamtsleiters der BH Bludenz eine Lenkungsfütterung. Das heißt, dass das Wild dort konzentriert werden soll, damit (zumindest theoretisch) andere Gebiete vom Wildverbiss verschont bleiben. Es stellt sich allerdings die Frage, wie sinnvoll eine Wildfütterung, (wenn überhaupt) ausgerechnet im Natura 2000 Schutzgebiet ist, wenn dadurch das Wild ins Schutzgebiet gelenkt wird und wie kommt der Forstamtsleiter der BH Bludenz dazu dies zu verteidigen? Andererseits wird beklagt, dass aufgrund des Wildverbisses der Nachwuchs des Waldes nicht mehr gewährleistet sei und deshalb die Waldverjüngung durch Holzeinschlag zu sichern sei! (Siehe Projekte) Das Angebot eines privaten Waldbesitzers, ca. 15 ha. seines Bergmischwaldes, (auch ein besonders schützenswerter Hangschluchtwald ist dabei) als Naturwaldresevat zu widmen, wurde unter anderem mit dem Einwand, die Wildfütterung wäre zu nah, abgelehnt. Außerdem sagte mir der zuständige Bundesbeamte bei der Begehung 2013, dass er nicht gegen die zuständigen örtlichen Forstorgane entscheide, da er auf die Zusammenarbeit mit diesen auch weiterhin angewiesen sei.